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Aktuelles zur Fischerei

Die laufende Äschensaison war schon früh gesichert. Der viele Regen im Frühling und Sommer sorgte für einen sehr hohen Wasserstand und hat uns sicherlich dabei geholfen. Die Wassertemperaturen waren zu keiner Zeit so hoch wie im letzten Jahr, weshalb wir uns um unsere Äschen, zumindest deswegen, keine Sorgen machen mussten.

Die Wettersituation hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert, die Laichzeit der Äschen dadurch ebenfalls. So begann diese auch in diesem Jahr extrem früh und dauerte dazu über einen längeren Zeitraum, wie früher üblich, an. Der Höhepunkt der diesjährigen Laichzeit war durch diese veränderte Situation erneut nicht schlüssig erkennbar. Um die naturverlaichenden Fische nicht weiter zu stören, wurde die Netzfischen nach wenigen erfolglosen Versuchen wieder eingestellt. Wir hoffen, dass die Naturverlaichung erfolgreich verlaufen ist, wodurch der Nachwuchs gesichert wäre. Die Jungbrut war auf den Kiesplätzen am Ufer vorhanden und den Zählungen nach erfreulicherweise in grösserer Anzahl als im Vorjahr.
Etwas besser verlief die Netzfischerei in Schaffhausen, wo mit den Stellnetzen beim Kraftwerk Schaffhausen und am Rheinfall doch einige Liter Laich zusammenkamen. Am besten wurde jedoch in Stein am Rhein gefangen. Von dort kamen dann auch die zugekauften Äschensömmerlinge, die wir in unserem Rheinabschnitt einsetzen konnten.

Leider wurden auch in diesem Jahr an unserem Gewässer nach der Laichzeit vereinzelte Äschen mit einer starken Pilzschicht am Kopf und in den Bereichen der Flossen gesichtet. Diese Verpilzungen an Fischen, vor allem nach der Laichzeit, die durch kleine Verletzungen entstehen, sind immer wieder vorgekommen. Mittlerweile sind jedoch auch Forellen, Alet und Barben betroffen. Wie sich nach Untersuchungen von einzelnen entnommenen Fischen ergab, handelt es sich um den inzwischen bekannten Pilz Saprolegna, welcher bereits im Doubs grossen Schaden angerichtet hat. Bisher gibt es kein Mittel zu dessen Bekämpfung, ausser der Desinfektion von Kleidung, Schuhen, Booten und Angelgerät vor einem Gewässerwechsel. Ein Merkblatt im Umgang und Verhalten an Gewässern mit Fischen die von Saprolegna parasitica befallen sind, ist im Internet einzusehen unter: http//www.gl.ch/documents/Merkblatt_Saprolegnia_BAFU.pdf

Die Kormoran-Vergrämung im letzten Winter war extrem intensiv und aufwändig. Die Erwartungen von grossen Einflügen haben sich leider bestätigt. Die erste Fahrt mit einem Jäger an Bord wurde am 11. September 2015 nötig. Die ganze Wache wurde bis zum 21. April 2016 aufrechterhalten. Es sind in dieser Zeit 111 Einsätze mit 549 Stunden der Bootsführer und 72 Einsätze von Jägern mit 377 Stunden zusammengekommen. Wir sind sehr froh, dass unser Fischereiaufseher, Herr Mirco Müller, die ganzen Einsätze mit Bootsführern und Jägern über die ganze Rheinstrecke mit den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau sehr effizient und mit Erfolg organisiert. Dies ist sehr wichtig, um den Zeit- und Kostenaufwand in Grenzen zu halten. Bootunterhalt und Benzinverbrauch sind die grossen Brocken. Allein im letzten Winter, mit sehr vielen Kormoranen, wurden über dreitausend Liter Benzin verbraucht.

Der Verwaltungsrat der Bürgergemeinde hat beschlossen, die Entscheide der Jagd- und Fischereiverwaltung ohne weitere Einschränkungen zu übernehmen.

Ab 1. Oktober 2016 maximal 3 Äschen pro Fischertag, insgesamt 60 Stk. vom
1. Oktober bis 31. Dezember 2016 und 15 Stk. im Januar 2017.

Mit freundlichen Grüssen und viel PETRI HEIL
Bürgergemeinde Diessenhofen