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Bericht zur Gemeindeversammlung 2009

100 000 Franken an neue Sporthalle.
Viel Positives lässt sich nach der von 78 Bürgern und Bürgerinnen besuchten Jahresversammlung am Freitag im Rathaus über die Bürgergemeinde Diessenhofen berichten.

So beschloss die Versammlung einstimmig, an die Sporthalle Diessenhofen auf dem Letten-Areal einen Beitrag der Bürgergemeinde von 100 000 Franken zu leisten. Bruno Giuliani erinnerte daran, dass 1872 beim Ausscheidungsverfahren in Bürggemeinde und Politische Gemeinde von der Bürgergemeinde unter anderem das Rathaus für 8'500 Franken, die Rheinbrücke für 30'000 Franken, der Siegelturm für 6'500 an die Stadt verkauft wurde. Die Bürgergemeinde erhielt damals ihrerseits unter anderem den Wald und die Fischenz im Rhein.

Immer wieder Beiträge an Bauten geleistet

Und im Laufe der Jahre hat die Bürgergemeinde immer wieder erhebliche Beiträge an Bauwerke in Diessenhofen geleistet, so in neuerer Zeit an den Bau der Rhyhalle, an die Kindergärten, an die Alterswohnungen Vogelsang und Hirschen. Und nun schlug die Bürgerverwaltung vor, an den Bau der Sporthalle, über die im kommenden Juni abgestimmt wird, einen Beitrag von 100 000 Franken zu leisten mit der Auflage, dass dort eine Holzschnitzelheizung eingebaut wird. An diese Heizung könnten zur besseren Auslastung dann später in einem Wärmeverbund auch noch die Schulanlage Letten und Mehrfamilienhäuser nördlich des Bahndammes angeschlossen werden. Bekanntlich ist ein solches Heizsystem CO 2-neutral, und die Bürgergemeinde verfügt mit der Vergrösserung des Laubholzwaldes auf Kosten der Fichten über immer mehr Brennholzvorräte vor Ort. Nach kurzer Diskussion wurde dem Antrag der Verwaltung klar zugestimmt.

Von positiven Entwicklungen

Viel Positives konnte dann Giuliani über die Finanzlage der Bürgereigemeinde berichten. Dir Forstrechnung schliesste erstmals wieder mit einem erfreulichen Überschuss von 37'341 Franken ab. Auch die Fischerei hat sich in jeder Beziehung wieder positiv entwickelt. Die Fänge während der Äschensaison 2008 waren wieder erfreulicher. Die Verwaltung hofft, dass die Einschränkungen der Fangquoten 2009 weiter gelockert werden können. Dank einem guten Verkauf der Jahreskarten erwirtschaftete die Fischerei einen Ertrag von 18'972 Franken.

Auch die Kiesgrube Hüerbüel brachte Geld ein, obwohl die Grube aufgefüllt ist und die Rekultivierung in den nächsten Jahren vorgenommen wird. Auch noch in den kommenden zwei Jahren wird die Kiesgrube noch Erträge abwerfen.

Positiver Abschluss der Rechnung 2008

Rechnung 2008 und Budget 2009 wurden von Vizepräsident Urban Brütsch vorgesellt. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 59'408 Franken ab. Das Budget 2009 rechnet mit einem Gewinn von 17'500 Franken. Für Geisslibachverbesserung vor allem auch für einen fischgerechten Zugang der Forellen verbunden mit einer Bachrenaturierung sind 20'000 Franken und für eine Gartenwirtschaftüberdachung in der «Läui» sind 40'000 Franken budgetiert. Rechnung und Budget wurden einstimmig genehmigt.

Blumenbouquets überreicht

Dann konnte Präsident Giulinai auch Blumebouquets verschenken. Ein solches ging an die Neubürger-Familie von Jörg und Susanne Sorg mit Sohn Christoph und eines an Verwaltungsmitglied Cordula Bürtsch, die nach 18 Jahren als Mitglied der Verwaltung, davon 14 Jahre als Aktuarin, dem Rücktritt einreichte. Diese Beschenkten wurden mit spontanem Applaus der Versammlung bedacht. Als Nachfolgerin für Verwaltung und Aktuariat wurde mit einem vorzüglichen Wahlresultat Sonja Giuliani gewählt.

Und vom Forst

Unter dem Publikum weilte als Gast der neue Förster Jakob Gubler, der sich gut und unkompliziert in seinen neuen Aufgabenbereich «ganzes neues Revier Rhein» eingearbeitet hat und der unter anderem berichtete, dass am «Rennweg» die abgerutschte Waldstrasse vom Forstpersonal wieder in Ordnung gebracht wurde. Und Giuliani gab noch bekannt, dass der Waldumgang 2009 am Sonntag 17. Mai stattfindet mit dem Ziel Rheinplatz in Rheinklingen und Talfahrt mit den Pontonieren.

Im Anschluss an die Versammlung war die ganze Versammlung zum Nachtessen in die Rhyhalle eingeladen, das von Ruth Brunner bestens zubereitet worden war. Zur Unterhaltung spielte das Stefan Christinger-Duo. (ge)