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Bericht zur Gemeindeversammlung 2010

Neue Bürgerinnen und Bürger sind willkommen.

Rund 90 Bürgerinnen und Bürger besuchten am Freitag die Jahresversammlung 2010 der Bürgergemeinde im Rathaus und ansschhliessend das Nachtessen mit Unterhaltung in der Rhyhalle. Jahresrechnung 2009 und Budget 2010 wurden einstimmgi genehmigt.

Bürgerpräsident Bruno Giuliani sagte bei der Begrüssung, dass das mindestens theoretisch die 138. Gemeindeversammlung sei, da nicht bekannt sei, ob die Versammlung auch schon mal ausgefallen oder auch schon mal zweimal im Jahr durchgeführt worden sei.

Die Bürgergemeinde in der heutigen Form besteht seit 1872. Unter den Gästen weilte naben andern der für die Bürgergemeinde zuständige Förster Jakob Gubler aus Eschenz.

Und weiter erklärte der Präsident, dass die Bürgergemeine nur überleben könne, wenn sie nicht ständig durch Überalterung schrumpfe. Von den gut 3300 Einwohnern von Diessenhofen sind zur Zeit nur 7,5 Prozent auch Diessenhofer Bürger 15 Prozent sollten es sein. Einiges besser sehen diese Zahlen in den Landgemeinden Basadingen-Schlattingen und Schlatt aus. Jeder politische Bürger von Diesshofen kann auch Bürger der Bürgergemeinde werden, zur Zeit zu einer Einkaussumme von nur 400 Franken. Für junge Leute lohnt sich das auch wirtschaftliche, denn der Bürgernutzen pro Ehepaar betrage jedes Jahr 80 Franken, und das bisherige Bürgerrecht kann man behalten. Allerdings ist der bürokratische Aufwand für eine Einbürgerung immer noch gross. Am schnellsten kommt man zum Ziel, wenn man sich aus Überzeugung und Liebe zum Rheinstädtchen einbürgert. Sa freute es den Präsidenten ganz besonders, dass er am Freitag Tobias und Daniela Engel und Erich und Brigitta Zwicker als Neubürger begrüssen konnte. Und auch für 2011 laufen bereits wieder die Einbürgerungsverfahren für zwei junge Familien.

4 Rücktritte bekanntgegeben

Zu einer Gedenkminute erhob sich die Versammlung zu Ehren von 5 im abgelaufenen Jahre verstorbenen Bürgerinnen und Bürger, alle im alle im Alter zwischen 87 und 95.

Dann gab Giuliani für 2011 vier Rücktritte aus der Bürgerververwaltung bekannt: die Ressortbetreuer Josef Suter nach 20 Jahren, Heinz Brauchli nach 8 Jahren und Bruno Giuliani nach 29 Jahren Verwaltung und 10 Jahren als Präsident davon und Günter Rieker als Revisor. Der Präsident nimmt gerne Vorschläge für diese Ämter entgegen.

Gute Nachrichten aus allen Ressorts

Gute Zahlen konnte der Präsident aus den Ressorts Fischerei Kiesgrube, Camping und sogar vom Forst bekanntgeben. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Fischerzunft und Bürgergemeinde hat sich nach dem Hitzesommer 2003 der Äschenbestand wieder recht gut erholt, So kam es nun 2008 und 2009 zu einem sehr guten Fischereikartenverkauf.

Vor allem Dank Rückstellungen und der immer noch laufenden Auffüllung der ehemaligen Kiesgrube sind auch diese Zahlen positiv.Und Dank einem Traktorenverkauf und den Äderungen beim Forstpersonal schliesst auch der Forst nach längerer Zeit mit roten Zahlen mit einem kleinen Überschuss wieder positiv ab. «Alles im grünen Bereich in der Liegenschaft Rheinstrasse» lautete eine weitere gute Nachricht. Trotz hoher Investitionen für die Gartenwirtschaft-Überdachung Läui und für die Realisation eines dort dringend notwendigen Sicherheitssystems (beim Gas) schloss auch der Campinplatz Läui leicht positiv ab. Zu den 69 festen Wohnwagenplätzen brachte 2009 genau 816 zusätzliche Übernachtungen,

Rechnung 2009 und Budget 2010 wurde vom Verantwortlichen für die Finanzen Urban Brütsch vorgestellt, Die Rechnung 2009 schliesst mit einem Gewinn von 92'343 Franken ab das Budget 2010 rechnet mit einem Gewinn von ca. 53'650 Franken. Ohne Diskussion wurden Rechnung und Budget genehmigt.

Interessante Details aus der Fischenz

Nun gab der für das Ressort Fischenz zuständige Urs Rütimann noch einige Details zur Fischenz bekannt. Sehr erfolgreich war das Netzfischen 2010. Es wurden 6.8 Liter Laich gewonnen. Daraus werden dann in der Fischbrutanastalt etwa 119 000 junge Äschen hervorgehen, die dann wieder in den Rhein eingesetzt werden. 2009 wurden wiederum 7'000 junge Äschen in Werdenberg SG gekauft und in den Rhein eingesetzt. Hart schlugen auch im vergangenen Winter wieder die Kormorane zu. So kam es vor, dass gleichzeitig 3 Kormoran-Schwärme mit je 30-200 Vögeln einflogen. Mit den Vergrämungsaktionen konnte das Schlimmste verhütet werden. Während der Äschenzeit vom 1. Oktober bis 31.Januar wurden weiterhin keine Tageskarten verkauft. Äschen durften nur mit der Jahreskarte gefangen werden.

Vom erfolgreichen Fischen auf Barben

Vom 1. Februar bis 30. September ist die Saison der Tageskartenfischer, die vor allem auf schöne grosse Barben im St. Katharinental fischen. So wurden 2009 total 405 Tageskarten verkauft. Gefangen wurden 800 Barben. Für 2010 wird die Fangzahl auf 5 Barben pro Tag festgesetzt.Trotz Kontrollen mussten leider auch Bussen und Kartensperren verhängt werde,

Positives konnte Rütimann auch von der «neuen Kinderstube» für Forellen im untern Teil des Gaisslibaches berichten.

Traditionsgemäss endete die Bürgerversammlung in der Rhyhalle mit einem feinen Nachtessen, dieses Jahr vom Party Service Ruth Brunner. Und zur Unterhaltung waren die «Old Iron Stompers» mit Bürger Pius Butti in der Band verpflichtet worden. So wurde die Bürgerverrsammmlung 2010 in allen Teilen ein sehr gelungener Abend. (ge)