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Bericht zur Gemeindeversammlung 2011

Nach 29 Jahren in der Verwaltung verabschiedet!
Mit 90 Bürgerinnen und Bürgern nahm am Freitagabend fast die Hälfte der Stimmberechtigten an der letzten von Bruno Giuliani geleiteten Bürgerversammlung teil. Nach 29 Jahren in der Verwaltung, davon nun 10 Jahre als Präsident, trat Giuliani zurück.

Giuliani erinnerte daran, dass die Bürgergemeinde, die keine Steuern einzieht sondern lediglich Steuern bezahlt, alle Einnahmen selbst erarbeiten muss, und das geschieht durch den Forst, die Fischenz, den Werkhof mit der Jacques Huber-Stube, dem Campingplatz Läui, das Kabisland, die Kiesgrube Hüerbüel, das Mehrfamilienhaus Rheinstrasse 6 und dann wohl auch einmal durch die neu erworbene Liegenschaft Freudenberg. Und was macht die Bürgergemeinde mit ihrem erwirtschafteten Geld? Die Bürgergemeinde dar laut Giuliani stolz darauf sein, dass in den letzten 50 Jahren mit über 1 Mio Franken öffentliche Projekte unterstützt wurden, so zum Beispiel in neuerer Zeit mit namhaften Beiträgen das Altersheim Vogelsang, das Projekt Wohnen 55 plus im Hirschen, oder die Holzschnitzelheizung in der im Bau befindlichen Dreifachhalle.

Bürgergemeinde soll überleben

Und Giuliani erklärte, dass die Bürgergmeinde nur überleben kann, wenn sie nicht laufend schrumpft. In Diessenhofen sind nur ca. 7,5 Prozent der Einwohner auch Ortsbürger.Zum längerfristigen Überleben der BG sollten es aber 15 Prozent sein. Immerhin konnte er die gute Nachricht bekanntgeben, dass im vergangenen Bürgerjahr mit Andreas und Irina Sutter mit den Kindern Jan 11 und Lenya 5 und mit Renzo und Jael Mascharin mit den Kindern Neo 7 und Keira 5 zwei junge Familien eingebürgert wurden. Die Einbürgeungstaxe beträgt heute 400 Franken und diese lohnt sich auch finanziell. Allerdings ist der Aufwand für eine Umbürgerung aufwendig und schwer verständlich. So hat gerade kürzlich Giuliani beim Regierungsrat auf diese Erschwernisse hingewiesen und um eine Verbesserung für einbürgerungswillige Schweizer gebeten.

Äschenbestand hat sich erholt

Die geschäftlichen Traktanden wurden nun rasch ab gewickelt. Unter dem Traktandum Informationen gab Urs Rütimann, Verantwortlicher für die Fischenz, bekannt dass der Fischfang auf Äschen 2010 sehr erfolgreich verlaufen ist. So brachte die Fischenz im Rhein 2010 einen Ertrag 66''036 Für 2011 ist ein Ertrag von 62'900 Franken budgetiert. Gut war nun 2010 auch die Netzfischerei zur Gewinnung von Äschenlaich. Die 6,8 Liter Laich entsprechen in etwa 119'Jungfischen, die wieder in den Rhein eingesetzt wurden. Dazu wurden noch Jungfische gekauft. Auch das Kormoranproblem hatte man 2010 einigermassen im Griff, war aber wieder sehr aufwendig.

Forst wieder in den schwarzen Zahlen

Von Förster Jakob Gubler war zu erfahren, dass im vergangen Jahre ca. 1'400 Kubikmeter Holz geschlagen wurden Es wurde eine neue Eichenfläche mit 300 Eichen bepflanzt. So wurden m Buchberg auf ca. 30 Hektaren ein Sonderwaldreservat eingerichtet. Weiter wurden 70 Duglasien gepflanzt . Die Buchenpreise sind weiterhin etwas verhalten. Laut Giuliani wurden durch die Zusammenlegung der Reviere die Lohnkosten stark reduziert, was dem Forst nun wieder schwarze Zahlen brachte. So weist der Forst 2010 einen Ertrag von 134'389 Franken aus. Budgetiert waren 89'500 Franken, und das Budget 2011 rechnet mit einem Ertrag von 85'000 Franken.

Schöner Gewinn der Gesamtrechnung

Die Gesamtrechnung 2010 der Bürgergemeinde Diessenhofen schliesst mit dem schönen Gewinn von 217'385 Franken ab. Das Budget 2011 rechnet noch mit einem Gewinn von ca. 45'830 Franken. Darin enthalten ist ein Planungskredit von 20'000 Franken für das Haus Freudenberg, das als Wohnhaus genutzt werden soll. Die Rechnung 2010 und das Budget 2011 wurden klar genehmigt.

Diverse Verabschiedungen

Der Waldumgang 2011 findet am 22. Mai statt und führt zum mit Abmarsch ab 09.00 Uhr nach Rheinklingen mit Rückfahrt in den Boten der Pontoniere. Nun kam es noch zu Verabschiedungen; Nach 20 Jahren in der der Verwaltung wurden Josef Suter und nach 8 Jahren in der Verwaltung Heinz Brauchli mit Präsenten verabschiedet. Ihre Nachfolger sind für den Camping Läui Roger Birk und für das Chabisland Roland Moresi . Auch die Kassierin Brigitte Reutimann wird neu Mitglied in der Verwaltung.

Der grosse Augenblick

Und nun kam der grosse Augenblick, auf den viele gewartet hatten: Die Verabschiedung von Bruno Giuliani nach 29 Jahren in der Verwaltung, davon die letzten 10 Jahre als Präsident, Diese wurde von Urban Brütsch, seinem Nachfolger im Präsidentenamt, vorgenommen. Er liess die 29 Jahre Bruno Giuliani Revue passieren und erinnerte unter anderem anderem an Giulianis «Kind» den Campinplatz Läui, der unter Giuliani von einem wirklichen Dschungel sukcessive in einen attraktiven Campinplatz umgestaltet wurde nur mit Kiosk kleinen WC vor 29 Jahren und heute mit einem schönen Restaurant, seinem immer grossen Einsatz für die Fischenz im Rhein, mit Massnahmen im Petribach und zuletzt nun auch in Geisslibach. Er sagte, der scheidende Präsident, sei ein grosser stiller Schaffer gewesen. Unter dem langanhaltenden Applaus der Versammlung überreichte er ihm als Präsente neben Wein zwei Gutscheine für den Besuch der Festspiele auf der Seebühne in Bregenz. (ge)