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Berichte zum neuen Chabislandweiher

Seit kurzem wieder ein Weiher im «Chabisland»

Kürzlich informierte Urban Brütsch Mitglied der Bürgerverwaltung über den neu geschaffenen Weiher im sogenannten «Chabisland» zwischen Diessenhofen und Schlattingen. Schon früher war dort einmal ein Weiher.

In diesen Schrebergärten dem sogenannten „Chabisland", zwischen Diessenhofen und Schlattingen, wo schon früher einmal ein Weiher war, wurde das Land durch Drainageleitungen entwässert, um Landwirtschaftsland respektive Land für Hobbygärtner zu gewinnen. Bereits seit längerer Zeit bestand die Idee, auf diesem Gebiet wieder einen kleinen Weiher anzulegen.

Auf dem Standort «hinteres» Chabisland befand sich eine vernässte natürliche Senke, die zur Grasnutzung respektive als Weide extensiv genutzt wurde. Es bildete sich insbesondere nach Regenfällen zeitweise eine kleine Wasserfläche, die jedoch immer wieder austrocknete und vom Gras überwachsen wurde. Durch Sondierschlitze konnte nachgewiesen werden, dass dort sogar in trockenen Jahreszeiten in geringer Tiefe immer stehendes Wasser vorhanden ist.

Verschiedene ökologische Nischen im Weiher

Nach einer längeren Trockenphase haben die Bürgergemeinde Diessenhofen und die Bürgergemeinde Schlattingen im April 07 mit dem Bau des Weihers begonnen. Die bestehende Mulde wurde vertieft auf eine Wassertiefe von max. 60 cm und der Umgebung angepasst. Das Aushubmaterial blieb vor Ort und wurde auf dem angrenzenden Land und den Gärten verteilt. Unterschiedliche Tiefen mit Flachwasserzonen (0-20 cm Wassertiefe) wurden geschaffen, so dass verschiedene ökologische Nischen entstehen können. Ferner wurde eine kleine Insel im Weiherzentrum angelegt, damit Vögel geschützt brüten können. Die Wasserfläche wurde unregelmässig und buchtig ausgestaltet und mit einer aufgelockerten Uferbepflanzung durch wenige Sträucher ergänzt.

Als Abschluss der Bauarbeiten hat die Jagdgesellschaft Rodenberg diese Tage nun noch eine Sitzstange für Greifvögel angebracht und Weiden für die Bienen und diverse Beerensträucher für die Vögel gepflanzt. Selbstverständlich werden sich im Laufe der Zeit durch die natürliche Entwicklung weitere Bäume und Sträucher rund um den Weiher ansiedeln.

Bereits nach kurzer Zeit hat sich die Mulde mit Wasser teilweise gefüllt. Der neue Chabislandweiher wurde von Enten, Kleintieren und diversen Insekten (vor allem Libellen) sofort besiedelt und erfüllt als Trittsteinbiotop eine wichtige Funktion in unserer intensiv genutzten Gegend. Der Weiher wurde für Tiere und Pflanzen bewusst naturnah gestaltet, aber auch Kinder und Erwachsene können im warmen Wasser ein wohltuendes «Moorbad» geniessen und erfahren so einen speziellen Zugang zur Natur. (ge)